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Trauerkreis | Forum für Trauernde | Trauernde Kinder
Autor Erwachsen und doch wie ein Kind!
yasmin1504
Mitglied

Beiträge: 1
Ort/Wohnort:
Mitglied seit: 21.06.10
verfasst am 21.06.2010 21:51
Hallo, ich bin neu hier! Ich bin 25 Jahre alt. Habe einen kleinen Sohn von 2 1/2 Jahren und komme aus Köln.

Mein Vater ist am 01.01.2010 nach 6 Monaten kampf, gegen den Lungenkrebs gestorben! Ich komme mir zum teil vor wie ein kleines Kind! Was einfach nix machen konnte! Ich mußte zusehen, wie aus meinem Vater (der für mich immer wie ein Held war) ein Pflegefall wurde. Der körperliche und geistige Verfall ging so schnell. Das schlimmste allerding ist,dass ich die Zeit nicht genutzt habe! Ich habe mich nicht getraut mit ihm zu sprechen aus verlegenheit, dass ich weinen könnte (wollte ja die starke sein).Über das was kommt! Das was ich fühle,wie wichtig er für mich ist und auch für meinen Sohn! Ich wollte ihm noch soo viel sagen.
5 Tage ist er gestorben, 5Tage saßen meine Mutter und ich an seinem Bett im Krankenhaus.Es war nicht zum aushalten. Einen geliebten Menschen soo leiden zu sehen. Aber gestorben ist er alleine. Ich habe ihn alleine gelassen und das nur wegen zwei stunden schlaf. Schlafen kann ich mein ganzes Leben noch! Ich könnte mich ohrfeigen deswegen! Er war ganz alleine!!
Ich weiß das klingt jetzt Kitschig aber seit mein Vater tod ist, habe ich wie ein Loch in meiner Sele, es fehlt was. Er hat einen Teil mitgenommen von mir! Seit dem tod bin ich agresiv,schlapp habe auch nix mehr lust. Ich gehe nur noch zu meinem Vater auf den Friedhof! es gibt Menschen die sagen, dass man ein Zeichen bekommt oder ein Gefühl von Ruhe von dem verstorbenden. Aber ich warte immer noch drauf! Ich träume jede Nacht von ihm hab ihn vor Augen, wie er da so liegt! Ich habe Angst ihn nie wieder zu sehen. Angst vor dem was kommen mag....

Autor RE: RE: Erwachsen und doch wie ein Kind
Frieda
Mitglied

Beiträge: 4
Ort/Wohnort: NRW
Mitglied seit: 22.01.09
verfasst am 22.06.2010 00:01
Hallo Yasmin!

herzlichst WIllkommen hier im Forum! Ich habe Dir eine private Nachricht geschickt.

Beste Grüße
Frieda
Autor RE: Erwachsen und doch wie ein Kind!
Crapas
Mitglied

Beiträge: 2
Ort/Wohnort:
Mitglied seit: 25.06.10
verfasst am 25.06.2010 09:11
Mein Vater ist am 16.02.2010 nach jahrelangem Kampf gestorben. Ich weiß nicht, wie ich das verkraften soll. Es ist irgendwie alles so sinnlos. Wie soll es bloß ohne ihn weitergehen?
ich weiß nicht was ich machen soll. Wie soll man mit sowas nur leben?
Autor RE: Vater
Tanzgarnele
Mitglied

Beiträge: 3
Ort/Wohnort:
Mitglied seit: 24.06.10
verfasst am 26.06.2010 15:05
Liebe "Crapas",

mein Vater ist vor einem Jahr nach jahrelanger Krankheit und Leiden sehr qualvoll gestorben.
Ich kann deine Gedanken und Gefühle so gut verstehen. Ich frage mich auch immer wieder, wie es ohne meinen Vater weitergehen soll, hatte ganz am Anfang auch oft das Gefühl, daß dies nicht zu schaffen ist.
Nun ist 1 Jahr vergangen und der Schmerz ist immer noch da. Aber er hat sich verändert. Ich fühle oft die Nähe meines Vaters, weiß, daß er zwar nicht mehr sichtbar unter uns ist, aber sicher an unserem Leben weiterhin teilnimmt. Das ist auch ein großer Trost.
Der Schmerz wird sich auch bei dir verändern, zwar nicht vergehen, aber du kannst ihn lernen, in dein Leben zu integrieren. Das Band eurer Liebe zueinander ist nicht durchbrochen, es besteht auch weiterhin, auch wenn du deinen Vater nicht mehr sehen und erleben kannst.
Ich hoffe, das kann ein Trost für dich sein.
Liebe Grüße für dich
Sonja
Autor RE: Erwachsen und doch wie ein Kind!
Crapas
Mitglied

Beiträge: 2
Ort/Wohnort:
Mitglied seit: 25.06.10
verfasst am 26.06.2010 22:21
Liebe Sonja

Vielen dank für deine lieben Worte. Aber zur zeit habe ich das Gefühl, dass mich nichts auf der welt trösten kann. Mein Vater war über viele jahre sehr krank. Doch sein Tod kam so plötzlich. es ging im grade sehr gut, am Abend vor seinem tod habe ich noch blödsinn mit ihm gemacht. Nachts ist mir dann irgendwie schlecht geworden und ich bin aufs Klo, da habe ich ihn dann zum letzten Mal lebend gesehen. die Notärzte sagten am nächsten Morgen, dass er ca. eine halbe Stunde nach unserem nächtlichen Treffen einen Herzinfarkt erlitten hat. Warum habe ich nichts bemerkt? Ich hätte doch sehen müssen das es ihm nicht gut geht. Ich mache mir große Vorwürfe, und bin auch sehr wütend auf ihn. das er einfach so gegangen ist.....

viele liebe Grüße,

Simone
Autor RE: Vater
Tanzgarnele
Mitglied

Beiträge: 3
Ort/Wohnort:
Mitglied seit: 24.06.10
verfasst am 27.06.2010 22:12
Liebe Simone,

du konntest davon nichts bemerken, wie denn auch? Und dein Vater kann doch auch nichts dafür, daß er so schnell und plötzlich gestorben ist.
Ich verstehe deine Gefühle, auch die Wut, die in dir ist. Und die unglaubliche Trostlosigkeit, in der du im Moment stehst. Trau dich, deine Wut herauszulassen, dein Schuldgefühl. Sag deinem Vater, was dich so wütend macht, schreib ihm einen Brief. Und verbrenne ihn dann z.B., damit du diese Wut und dein "schuldig fühlen" loslassen kannst.

Ich möchte dir noch einen Text anhängen, den ich gelesen habe, kurz nachdem mein Vater gegangen ist. Er hat mir auch ein Stückchen Trost schenken können, in all dem Gefühlswirrwarr, das vorhanden war und ist.

Brief aus dem Himmel

An meine geliebte Familie, etwas das ich euch sagen möchte.

Als erstes sollt ihr wissen, ich bin gut angekommen.

Ich schreibe euch vom Himmel, wo ich bei Gott wohne.

Wo es keine Tränen der Trauer mehr gibt, nur Ewige Liebe.

Bitte seit nicht unglücklich, nur weil ich nicht mehr zu sehen bin.

Denkt daran, dass ich jeden Morgen, jeden Mittag und jede Nacht bei euch bin.

An dem Tag, als ich euch verlassen musste, als mein Leben Auf der Erde vorüber war, las Gott mich auf und umarmte mich und er sagte:

"Ich heiße dich Willkommen.

Es ist gut, dich wieder zu haben, du wurdest vermisst, als Du fort warst.

Wie von deiner geliebten Familie, sie werden später auch hier sein.

Ich brauche dich hier so nötig, als Teil Meines großen Plans.

Es gibt so viel, das wir tun müssen, um den Sterblichen Menschen zu helfen."

Dann gab Gott mir eine Liste der Dinge, die Ich für euch tun soll.

Der größte Teil meiner Liste ist, euch zu beobachten und für euch zu sorgen.

Und ich werde bei euch sein, jeden Tag, jede Woche und Jedes Jahr.

Und wenn ihr traurig seid, bin ich da, die Tränen abzuwischen.

Und wenn ihr nachts im Bett liegt, die Alltagsmühen in Die Flucht geschlagen sind, sind Gott und ich in der Mitte der Nacht bei euch.

Wenn ich an mein Leben auf der Erde denke und all die Jahre voll Liebe, sie müssen euch Tränen bringen.

Habt bitte keine Angst zu weinen, das erleichtert den Schmerz, bedenkt, es gäbe keine Blumen, wenn es nicht auch Regen gäbe.

Ich wünschte, ich könnte euch sagen, was Gott Alles vor hat, aber wenn ich es täte, würdet ihr es nicht verstehen.

Aber eins ist sicher, obwohl mein Leben auf Der Erde vorüber ist, bin ich euch näher, als ich je vorher war.

Und, meine vielen Freunde, vertraut darauf, dass Gott es am besten weiß.
Ich bin gar nicht weit von euch entfernt, ich bin nur jenseits des Hügels.

Ihr habt steinige Wege vor euch und viele Berge zu erklimmen.

Aber gemeinsam können wir es schaffen, einen Tag nach dem anderen.

Es war immer meine Philosophie, und ich hoffe für euch auch, dass, wenn ihr der Welt etwas gebt, wird die Welt euch etwas geben.

Wenn ihr jemanden in Kummer und Schmerz helfen könnt, dann könnt ihr Gott am Abend sagen: "Mein Tag war nicht vergebens. "Er hatte einen Sinn!!!

Und ich bin jetzt zufrieden, dass mein Leben etwas wert war, weil ich
weiß, dass ich jemanden, dem ich begegnete, zum Lachen brachte."

Wenn ihr also jemanden trefft, der niedergeschlagen und in gedrückter
Stimmung ist, reicht ihm eure Hand und helft ihm auf, während ihr vorüber geht.

Wenn ihr die Straße entlang geht und ich komme euch in den Sinn, dann gehe ich in euren Fußspuren gerade einen halben Schritt hinter euch.

Und wenn ihr eine sanfte Brise oder den Wind auf eurem Gesicht fühlt, das bin ich, die euch fest drückt oder nur sanft umarmt.

Und wenn es für euch Zeit ist, euren Körper zu verlassen, um frei zu sein, denkt daran, dass ihr nicht geht, sondern hierher zu mir kommt, wo wir wieder vereint sind.

Und ich werde euch immer lieben aus diesem Land hier oben.

Wir treffen uns wieder.


Mit einer innigen Umarmung für dich
Sonja
Autor RE: Erwachsen und doch wie ein Kind!
Sonnenschein
Mitglied

Beiträge: 15
Ort/Wohnort:
Mitglied seit: 07.08.08
verfasst am 29.06.2010 09:23
Liebe Yasmin, liebe Simone,

ich wünsche euch ganz viel Trost und Kraft und - wenn ihr diesen Wunsch habt - oft eine schöne Verbindung zur Ewigkeit.

Als mein Papa gestorben ist, hat mein Apostel zu mir gesagt:

"Mach dir um Papa keine Sorgen, ihm gehts gut. Er will nicht zurück!"

Dieser Satz begleitet mich, oft stelle ich mir vor, was mein Papa und inzwischen auch meine Mama dort in der Ewigkjeit machen, wem sie schon begegnet sind.
Dort haben sie keine Schmerzen mehr, keine Sorgen - und schauen gleichzeitig liebevoll auf uns!
Oft fühl ich sie ganz nah - und freue mich dann noch mehr darauf, sie wiederzusehen!

Euch alles Liebe!
Sandra


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Wenn du traurig bist, schau in dein Herz,
und du wirst erkennen, dass du weinst um das,
was dir Freude bereitet hat.
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giggi 01 Sep : 07:23
Ich wünsche Euch Trost und Kraft

Madeleine 31 Aug : 20:43
Veele, nehme Dich mal in den Arm. Du darfst Dich gerne melden

Sonnenschein 31 Aug : 14:30
Allen Trauernden viel Trost und Kraft - und liebevolle Menschen an eurer Seite!

hope 31 Aug : 13:58
Unserer kleinen Nele schicke ich einen lieben Geburtstagsgruß in die Ewigkeit! Wir haben Dich lieb!

veele 30 Aug : 17:42
brauche mal wieder euren zuspruch bez.hilfe ich verkrieche mich mal wieder im haus haus und kriege nichts auf die reihe

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